Anatomie:
An der Vorderseite des Knies befindet sich die Kniescheibe. Sie schützt
die inneren Gelenkabschnitte und dient der Kraftübertragung beim
Strecken des Knies.
Schädigung:
Der Knorpel an der Rückseite der Kniescheibe (Patella) kann
chronisch geschädigt sein. Weiterhin kann die Kniescheibe ausgerenkt
werden (Luxation).
Beschwerden:
Schmerzen bei entsprechender Belastung, v. a. beim Trepp- oder Bergabgehen,
Flüssigkeitsansammlung im Gelenk (Erguss), Knirschen und Reiben
hinter der Kniescheibe. Bei der Ausrenkung ist das Knie deformiert
und blockiert.
Behandlung:
Zunächst versucht man die Beschwerden durch Kräftigung
der Oberschenkelmuskulatur mittels Krankengymnastik und Vermeidung
von schädlicher Belastung zu beseitigen.
Wenn diese Behandlung auf Dauer keine Besserung bringt, sollte
eine Arthroskopie durchgeführt werden um das Ausmass des Schadens
festzustellen. Bei diesem Eingriff kann dann auch rauher Knorpel
geglättet werden und lose Knorpelteile können entfernt
werden.
Eine Neigung der Kniescheibe zur Ausrenkung kann durch Korrektur
ihrer Position vermindert oder beseitigt werden.
Nachbehandlung (Rehabilitation):
Vollbelastung und freie Beweglichkeit sind normalerweise möglich.
Sehr wichtig ist eine intensive Krankengymnastik zur Kräftigung
der Oberschenkelmuskulatur.
Arbeitsunfähigkeit:
Je nach Belastung 2-4 Wochen.
Sport:
Die sportlichen Einschränkungen richten sich sehr stark nach
Stadium und Ausmass des Knorpelschadens. Sie reichen von nahezu
keinen Einschränkungen bis zum Verzicht auf alle kniebelastenden
Sportarten.
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