Zu Billionen wimmeln Bakterien um uns herum. Fast alle sind für uns harmlos. Nur sehr wenige können richtig gefährlich werden – dann nämlich, wenn sie Infektionen verursachen, die mit Medikamenten nicht mehr in den Griff zu bekommen sind. Solche resistenten Erreger kommen in Krankenhäusern vor und in Tiermastanlagen. Am bekanntesten ist der methicillinresistente Staphylococcus aureus – kurz: MRSA. Lange Zeit schien es, als habe die Menschheit ein Wundermittel dagegen gefunden: Antibiotika. Doch immer mehr Keime werden dagegen unempfindlich. Jedes Jahr sterben tausende Menschen daran.


Neben einem bewussteren Umgang mit Antibiotika ist es daher gleichermaßen wichtig die Übertragung solcher Bakterienstämme einzudämmen. Im Krankenhausalltag ist es mühsam, resistente Bakterien zu bekämpfen. Für die meisten Kliniken ist die größte Schwierigkeit, die Einschleppung von Bakterienstämmen durch Patienten zu verhindern, da sich in der Notfallversorgung nicht die Möglichkeit bietet, vor Aufnahme des Patienten ein sog. Screening auf resistente Bakterien durchzuführen. Erfolgt dieses erst im Verlauf des stationären Aufenthalts, besteht die Gefahr, dass eine Ansteckung der Mitpatienten oder deren Angehöriger bereits erfolgt ist.

 

Da in der Lutrina Klinik ausschließlich geplante Operationen durchgeführt werden, besteht hier organisatorisch der Vorteil, dass vor Aufnahme des Patienten ein solches Screening durchgeführt werden kann. Hierbei orientieren wir uns an den aktuellen Empfehlungen der KRINKO- Kommission des Robert Koch Instituts.

 

Im Rahmen des Anamnesegesprächs vor OP nehmen wir eine präoperative Risikobeurteilung mittels Checkliste vor. Je nach Beurteilungsergebnis erhalten Sie von uns eine Überweisung zu einem mikrobiologischen Institut, z.B. dem MVZ Dr. Klein Dr. Schmitt & Partner im PRE- Park Kaiserslautern. Mittels eines Abstrichs kann dort festgestellt werden, ob tatsächlich eine Infektion mit resistenten Bakterien vorliegt. Ist der Befund negativ, kann die Planung des Klinikaufenthalts regulär fortgesetzt werden.  Ist der Befund positiv, muss zunächst eine Sanierung des Erregers durch den Hausarzt erfolgen, ehe Sie erneut bei uns vorstellig werden können. Nach erfolgreicher Sanierung und entsprechendem Nachweis kann die Planung des Klinikaufenthalts wieder aufgenommen werden.

Im Sinne der Sicherheit unserer Patienten danken wir Ihnen für Ihr Verständnis.




 Praxis Dres. Franz, Hopp, Heth*, Ehmen*, Koch*                                                                   (* angest. Ärzte)

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